Wenn hinter einem Event nicht eine Firma steht, sondern ganz normale Menschen, die sich in einem Verein zusammengefunden haben, dann steht und fällt es mit deren Engagement. Aber auch über den Verein hinaus braucht es Menschen, die helfen und unterstützen wollen, um damit etwas für das Gemeinwesen zu tun. Hier in Harztor gibt es zum Glück viele dieser Menschen!

Da gibt es andere Vereine, die praktisch in oftmals kompletter Mannstärke dabei waren. Da gibt es Feuerwehrleute, denen es eine Herzensangelegenheit ist, zu unterstützen und zu helfen, wo es nur geht. Da sind Privatpersonen, die ihren freien Sonntag opfern, um vor dem Rennen alles auf- und nach dem Rennen alles wieder abzubauen, oder die an der Strecke stehen und selbst eine zusätzliche Getränkeversorgung anbieten.

All diesen tollen Menschen möchten wir Mitglieder des Vereins Harztor-Lauf e.V. unseren großen Dank ausdrücken. Ohne Euch alle wäre der Harztor-Lauf nicht die Veranstaltung, die wir am 23. April wieder erleben konnten. Und über die sich Läuferinnen und Läufer aus Nah und Fern einig sind: selten hat man ein so gut organisiertes Rennen gesehen, selten so tolle Menschen drumherum. Damit habt Ihr nicht nur "fremde" Menschen glücklich gemacht, sondern auch die Einwohner in Harztor näher zusammenrücken lassen. Und das ist gut so!

Wir freuen uns schon jetzt auf den 5. Harztor-Lauf am 22. April 2018. Und wir freuen uns, wenn Ihr alle wieder mit dabei seid! Gern unterhalten wir uns darüber mit Euch zum diesjährigen Helferfest. dieses findet am 19. Mai 2018 ab 18 Uhr wieder in der Turnhalle der Neander-Klinik im Ortsteil Ilfeld statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Beim 1. Harztorlauf 2014 standen einzig Spaß und die sportliche Herausforderung im Vordergrund. Und trotzdem fanden sich schon über 100 Laufbegeisterte und sorgten für ein Achtungszeichen. Nachdem dann die zweite Auflage im Frühjahr 2015 für noch mehr Resonanz sorgte, war für ein paar Gleichgesinnte klar: wir gründen einen Verein! Mit diesem wollten sie organisieren sowie einen sportlichen und touristischen Mehrwert für ihren Heimatort schaffen. Und zwar nachhaltig.

Bei Gesprächen mit Freunden, Anwohnern, Schülern und auch dem Bürgermeister der Landgemeinde, Stephan Klante, kristallisierte sich ein erstes Ziel heraus. Die Sportstätte „Am Kupferhammer“ im Ortsteil Niedersachswerfen sollte ertüchtigt werden. Dieser gern genutzte Sportplatz hatte rund um das Fußballfeld schon bessere Zeiten gesehen. Die sollen in Zukunft auch wieder anbrechen.

Schon bei verschiedenen früheren Projekten hatten die Einwohner von Harztor gezeigt, was man durch die Zusammenarbeit von Bürgern, Verwaltung und Wirtschaft auch kurzfristig auf die Beine stellen kann. In der Arbeitsgemeinschaft Harzer Gipsunternehmen in Thüringen war ein solcher Partner aus der Wirtschaft zur Stelle. Als Präsentatoren für den Harztor-Lauf unterstützen seither die drei in der Arbeitsgemeinschaft organisierten Unternehmen Knauf, Casea und Formula nicht nur den Harztor-Lauf maßgeblich, sondern auch den Verein Harztor-Lauf e.V. bei seiner Arbeit.

Schon nach der 3. Auflage des Laufes gelang es dem Verein, eine Rücklage in Höhe von rund 2.500 Euro zu bilden. 2016 haben sich der Verein und Arbeits-gemeinschaft vorgenommen, weitere 7.500 Euro beim 4. Harztor-Lauf zu erwirtschaften. Mit dem gesamten Geld wird dann das Projekt „Tartanbahn für die Sportstätte ‚Am Kupferhammer‘“ unterstützt und damit die sportliche Infrastruktur in der Gemeinde erhalten und weiter entwickelt.

Mit Spannung wird daher von den Mitgliedern die Endabrechnung des diesjährigen, wieder sehr erfolgreichen Harztor-Laufes erwartet. Schon im Spätsommer dieses Jahres soll das Geld an die Landgemeinde Harztor fließen. Mit der Teilnahme am 4. Harztor-Lauf unterstützten somit 664 Läuferinnen und Läufer das ehrgeizige und engagierte Projekt des Vereins. Dessen Mitglieder wissen aber auch, dass dieses Ziel ohne die großzügige Unterstützung durch die Wirtschaft, allen voran durch die Arbeitsgemeinschaft Harzer Gipsunternehmen in Thüringen, schwerlich zu erreichen wäre. Deshalb möchten sie sich hiermit ganz herzlich bei ihren Unterstützern bedanken.

Dass die fruchtbare Zusammenarbeit auch im nächsten Jahr fortgeführt werden soll, ist der große Wunsch der Vereinsmitglieder. Schließlich steht mit dem 5. Harztor-Lauf ein kleines Jubiläum ins Haus. Und auch der Termin ist schon gefunden: für den 22. April 2018 sind wir Läuferinnen und Läufer aus Nah und Fern in den schönen Südharz zum sportlichen Wettstreit eingeladen.

2

Der Harztor-Lauf hat sich einen Namen gemacht in der Laufszene in Deutschland, so viel ist sicher. Wie anders ist es sonst zu erklären, dass trotz eines mehr als wechselhaften Wetters 664 Sportlerinnen und Sportler auf den vier Wertungsstrecken an den Start gingen? Das bedeutete für die engagierten Organisatoren nicht nur ein neuer Teilnehmerrekord, sondern natürlich auch jede Menge Arbeit.

Jeweils zwei Busse wurden eingesetzt, um das gewachsene Starterfeld zu den Starts der längeren Strecken nach Sophienhof und Ilfeld zu bringen. 145 gemeldete Läufer und Läuferinnen waren es beim "Halbmarathon der Thüringer Energie AG". Der Start erfolgte wieder im Rahmen des alljährlichen Lämmerfestes auf der Ziegenalm im Ortsteil Sophienhof. Dank des erneuten Einsatzes eines Übertragungswagens konnten auch die Besucher auf dem Eventgelände in Niedersachswerfen diesen Start mit verfolgen.

Gemeldet hatten für den Halbmarathon neben vielen neuen Sportlern auch bekannte Gesichter: neben Vorjahressieger Peter Seidel gingen seine Teamkollegen Ulrich Konschak und Stephan Knopf an den Start. Sollten die drei Triathleten ihrem gemeinsamen Erfolg aus 2016 wiederholen können? Zum Start kamen alle Athleten gut weg und schon auf dem Weg zum Nonnenforst kristallisierte sich eine erste Reihenfolge heraus. Doch die noch vor den Läufern liegenden Anstiege sollten diese Reihenfolge teils kräftig durcheinander würfeln.

Gemeinsam mit dem Gewinner des Kyffhäuserberglaufes Robert Makarinus hatte sich Peter Seidel vom Feld abgesetzt. Stephan Knopf lauerte in Schlagweite und Ulrich Konschak folgte dichtauf. Doch schon beim ersten Anstieg nach etwa sieben Kilometern wandelte sich das Bild: Knopf übernahm die Führung. Erst bei Kilometer 17 wurde er schließlich von Ulrich Konschak überholt. Ab diesem Zeitpunkt gab der Nordhäuser Arzt, scherzhaft "Doktor Triathlon" genannt, diese Führung nicht mehr ab und siegte mit 1:23:49. Neuer Streckenrekord!

Dass da auch seine Frau Katja nicht patzen wollte, lag auf der Hand. Aufgrund einer Handgelenksverletzung im letzten Jahr nicht dabei, wollte sie praktisch vor der Haustür ihren aktuellen Trainingsstand unter Beweis stellen. Schon von Beginn an war sie im vorderen Drittel der Starter zu finden, weit vor den anderen Teilnehmerinnen. Zu bemerken ist vielleicht noch, dass die Dauerrivalinnen Romy Stotz und Suse Werner ihren Start aus Termingründen abgesagt hatten. So war Katja Konschak der Sieg in diesem Jahr nicht zu nehmen und sie stand dank einer Zeit von 1:40:18 ganz oben auf dem Treppchen.

Viele Läufer und Läuferinnen aus Nah und Fern stellten sich in diesem Jahr zum ersten Mal der Halbmarathondistanz beim 4. Harztor-Lauf und berichteten im Ziel von einer sehr schönen, teilweise aber auch brutal anstrengenden Strecke. Die Anstiege ließen den Einen oder die Andere in einen langsamen Spaziergang verfallen. Auch das Wetter tat sein Übriges dank eines steten Wechsels zwischen Sonne, Wind, Regen und sogar Schnee. Aber alle bis auf einen Sportfreund, der aus gesundheitlichen Gründen zwischenzeitlich ausscheiden musste, kamen ins Ziel - viele davon mit einem glücklichen Lächeln.

Nachdem die Führenden des Halbmarathons den Sportplatz in Ilfeld passiert hatten, gingen dort die 171 gemeldeten Läufer des "8km-Lauf der WBG Südharz" auf die Strecke. Hier war Luise Herbst die unangefochtene Starterin. Für die etwas mehr als 8 Kilometer benötigte sie am Ende eine Zeit von 0:38:41. Bei den Männern hieß der Sieger nach 0:30:16 Christian Hommel vom GutsMuths-Rennsteiglaufverein. Letzter auf dieser Distanz mit 1:10:07 wurde übrigens der mehrfache Weltrekordler Kai Eichler aus Immenstaad am Bodensee. Der Feuerwehrmann und Extremsportler bewältigte die Distanz in seiner mehr als 24 Kilogramm schweren persönlichen Schutzausrüstung und wurde für diese Leistung natürlich entsprechend gefeiert.

Sowohl der "2km-Lauf der Nordthüringer Volksbank" als auch der "5km-Lauf der Kreissparkasse Nordhausen" wurden in Niedersachswerfen gestartet und endeten dort auch wieder. Hier gingen 190 (2km) bzw. 158 (5km) Läuferinnen und Läufer an den Start. Während auf der kürzesten Distanz der Kurs flach gehalten war, gab es bei den fünf Kilometern mit der Rampe zum Kirchberg gleich nach dem Start einen ordentlichen Anstieg zu bewältigen. Nach 0:21:28 hieß der Sieger bei den Männern Adrian Fierenz vom SV Glückauf Sondershausen. Nur wenig später stürmte mit 0:25:07 auch die schnellste Läuferin ins Ziel: Alina Lehmann vom Nordhäuser LV Altstadt.

Nach zwei Kilometern war dann mit 0:08:54 Finia Wittig vom SV Nordhausen 90 Triathlon die Schnellste, knapp vorher lief Franz Rensing von der HSG Nordhausen bei 0:07:17 durchs Ziel und sicherte sich damit den ersten Platz bei den Männern. Besonders gefeiert wurden auf dieser Strecke wieder zwei Feuerwehrleute aus Harztor, die mit kompletter Schutzausrüstung inklusive Atemschutz ins Rennen gingen. Patrick Richter und Michael Becker machten damit auf das gute Training und die hervorragende Nachwuchsarbeit bei der Feuerwehr im Südharz aufmerksam.

Der Wanderpokal für das stärkste Team ging diesmal zur Überraschung aller nicht zum dritten Mal an den LV Altstadt, sondern an die Caritas Interventionsstelle in Nordhausen. Im Rahmen der Kampagne "Frauen lauf[en] gegen Gewalt" mobilisierten sie ein Starterfeld mit sage und schreibe 46 Läuferinnen und Läufer. Den 10 Kilogramm schweren Pokal nahm das Team sehr gern in Empfang. Ob sie ihn im nächsten Jahr verteidigen werden, wird sich zum "5. Harztor-Lauf" im April 2018 zeigen.

Die Mitglieder des Vereins Harztor-Lauf e.V. stürzen sich in Kürze schon in die Vorbereitungen zu diesem kleinen Jubiläum. Der Termin wird in einigen Tagen feststehen und die Online-Anmeldung gestartet. Denn am Ende des diesjährigen Laufes waren sich alle sicher: der Harztor-Lauf gehört zu den schönsten und anspruchsvollsten Läufen nicht nur im Südharz, sondern weit darüber hinaus.

Alle Ergebnisse finden sich hier:
http://my5.raceresult.com/65044/results?lang=de
Auch die passenden Urkunden kann man sich hier ausdrucken.

  

Es kann immer etwas Unvorhergesehenes dazwischenkommen, wenn man in der freien Natur unterwegs ist. Und das ist beim Halbmarathon der Thüringer Energie AG am Sonntag - natürlich - der Fall. Und so setzten sich Ina und Heinz vom Verein Harztor-Lauf e.V. heute auf die Räder, um die Strecke noch einmal in Augenschein zu nehmen.

  

Zum Glück haben die Niederschläge in den letzten Tagen und Wochen unsere Lauf-strecke nicht in eine schlammige Rutschbahn verwandelt. Fast alle Oberflächen sind soweit abgetrocknet und erlauben ein vernünftiges Laufen. Auch fanden in diesem Jahr keine umfassenden Holzrückarbeiten im Forst statt, welche die Wege doch sehr in Mitleidenschaft gezogen hatten.

   

Dank der permanenten Beschilderung ist dem Verlauf der Strecke des Halb-Marathons gut zu folgen. Außerdem werden ja entlang der Strecke genügend Helfer darauf achten, das alle Sportler*innen den Weg finden und im Falle eines Falles auch hilfreich zur Seite stehen. Trotzdem mussten unsere beiden Radfahrer auch in diesem Jahr wieder einen Fall von Vandalismus feststellen: ein Schild war einfach vom Baum gerissen worden.

Das ist natürlich unschön und wir hoffen, dass dies der letzte Fall war. Denn schließlich wird hier nicht uns, sondern der Allgemeinheit vors Knie getreten.