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Mit dem 40. Albert-Kuntz-Lauf in Nordhausen am gestrigen Samstag startete der Nordthüringer Volksbank-Laufcup in die Saison 2018. Bei wirklich eisigen Temperaturen machten sich die Läuferinnen und Läufer  auf den ca. 1,8 Kilometer langen Rundkurs, der je nach Streckenlänge mehrfach durchlaufen wurde. Noch nicht beseitigte Sturmschäden machten diese Entscheidung nötig.

Leider liegen uns noch keine abschließenden Ergebnislisten vor, aber auf der Seite www.albert-kuntz-lauf.de werden diese bestimmt in Kürze veröffentlicht. Beim parallel stattfindenden "Nordhäuser Doppel" jedenfalls lagen mit Katja Konschak und Peter Seidel bekannte Namen an der Spitze.

Die nächsten Läufe im Laufcup sind am 17. März der 28. Possenlauf in der Nähe von Sondershausen und am 14. April - zum Jubiläum in diesem Jahr erstmals dabei - der 40. Kyffhäuserberglauf in Bad Frankenhausen. Und am 22. April freuen wir uns dann auf viele Teilnehmende bei unserem 5. Harztor-Lauf!

Foto: © Sven Tetzel, Nordhausen

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Der Harztor-Lauf hat sich einen Namen gemacht in der Laufszene in Deutschland, so viel ist sicher. Wie anders ist es sonst zu erklären, dass trotz eines mehr als wechselhaften Wetters 664 Sportlerinnen und Sportler auf den vier Wertungsstrecken an den Start gingen? Das bedeutete für die engagierten Organisatoren nicht nur ein neuer Teilnehmerrekord, sondern natürlich auch jede Menge Arbeit.

Jeweils zwei Busse wurden eingesetzt, um das gewachsene Starterfeld zu den Starts der längeren Strecken nach Sophienhof und Ilfeld zu bringen. 145 gemeldete Läufer und Läuferinnen waren es beim "Halbmarathon der Thüringer Energie AG". Der Start erfolgte wieder im Rahmen des alljährlichen Lämmerfestes auf der Ziegenalm im Ortsteil Sophienhof. Dank des erneuten Einsatzes eines Übertragungswagens konnten auch die Besucher auf dem Eventgelände in Niedersachswerfen diesen Start mit verfolgen.

Gemeldet hatten für den Halbmarathon neben vielen neuen Sportlern auch bekannte Gesichter: neben Vorjahressieger Peter Seidel gingen seine Teamkollegen Ulrich Konschak und Stephan Knopf an den Start. Sollten die drei Triathleten ihrem gemeinsamen Erfolg aus 2016 wiederholen können? Zum Start kamen alle Athleten gut weg und schon auf dem Weg zum Nonnenforst kristallisierte sich eine erste Reihenfolge heraus. Doch die noch vor den Läufern liegenden Anstiege sollten diese Reihenfolge teils kräftig durcheinander würfeln.

Gemeinsam mit dem Gewinner des Kyffhäuserberglaufes Robert Makarinus hatte sich Peter Seidel vom Feld abgesetzt. Stephan Knopf lauerte in Schlagweite und Ulrich Konschak folgte dichtauf. Doch schon beim ersten Anstieg nach etwa sieben Kilometern wandelte sich das Bild: Knopf übernahm die Führung. Erst bei Kilometer 17 wurde er schließlich von Ulrich Konschak überholt. Ab diesem Zeitpunkt gab der Nordhäuser Arzt, scherzhaft "Doktor Triathlon" genannt, diese Führung nicht mehr ab und siegte mit 1:23:49. Neuer Streckenrekord!

Dass da auch seine Frau Katja nicht patzen wollte, lag auf der Hand. Aufgrund einer Handgelenksverletzung im letzten Jahr nicht dabei, wollte sie praktisch vor der Haustür ihren aktuellen Trainingsstand unter Beweis stellen. Schon von Beginn an war sie im vorderen Drittel der Starter zu finden, weit vor den anderen Teilnehmerinnen. Zu bemerken ist vielleicht noch, dass die Dauerrivalinnen Romy Stotz und Suse Werner ihren Start aus Termingründen abgesagt hatten. So war Katja Konschak der Sieg in diesem Jahr nicht zu nehmen und sie stand dank einer Zeit von 1:40:18 ganz oben auf dem Treppchen.

Viele Läufer und Läuferinnen aus Nah und Fern stellten sich in diesem Jahr zum ersten Mal der Halbmarathondistanz beim 4. Harztor-Lauf und berichteten im Ziel von einer sehr schönen, teilweise aber auch brutal anstrengenden Strecke. Die Anstiege ließen den Einen oder die Andere in einen langsamen Spaziergang verfallen. Auch das Wetter tat sein Übriges dank eines steten Wechsels zwischen Sonne, Wind, Regen und sogar Schnee. Aber alle bis auf einen Sportfreund, der aus gesundheitlichen Gründen zwischenzeitlich ausscheiden musste, kamen ins Ziel - viele davon mit einem glücklichen Lächeln.

Nachdem die Führenden des Halbmarathons den Sportplatz in Ilfeld passiert hatten, gingen dort die 171 gemeldeten Läufer des "8km-Lauf der WBG Südharz" auf die Strecke. Hier war Luise Herbst die unangefochtene Starterin. Für die etwas mehr als 8 Kilometer benötigte sie am Ende eine Zeit von 0:38:41. Bei den Männern hieß der Sieger nach 0:30:16 Christian Hommel vom GutsMuths-Rennsteiglaufverein. Letzter auf dieser Distanz mit 1:10:07 wurde übrigens der mehrfache Weltrekordler Kai Eichler aus Immenstaad am Bodensee. Der Feuerwehrmann und Extremsportler bewältigte die Distanz in seiner mehr als 24 Kilogramm schweren persönlichen Schutzausrüstung und wurde für diese Leistung natürlich entsprechend gefeiert.

Sowohl der "2km-Lauf der Nordthüringer Volksbank" als auch der "5km-Lauf der Kreissparkasse Nordhausen" wurden in Niedersachswerfen gestartet und endeten dort auch wieder. Hier gingen 190 (2km) bzw. 158 (5km) Läuferinnen und Läufer an den Start. Während auf der kürzesten Distanz der Kurs flach gehalten war, gab es bei den fünf Kilometern mit der Rampe zum Kirchberg gleich nach dem Start einen ordentlichen Anstieg zu bewältigen. Nach 0:21:28 hieß der Sieger bei den Männern Adrian Fierenz vom SV Glückauf Sondershausen. Nur wenig später stürmte mit 0:25:07 auch die schnellste Läuferin ins Ziel: Alina Lehmann vom Nordhäuser LV Altstadt.

Nach zwei Kilometern war dann mit 0:08:54 Finia Wittig vom SV Nordhausen 90 Triathlon die Schnellste, knapp vorher lief Franz Rensing von der HSG Nordhausen bei 0:07:17 durchs Ziel und sicherte sich damit den ersten Platz bei den Männern. Besonders gefeiert wurden auf dieser Strecke wieder zwei Feuerwehrleute aus Harztor, die mit kompletter Schutzausrüstung inklusive Atemschutz ins Rennen gingen. Patrick Richter und Michael Becker machten damit auf das gute Training und die hervorragende Nachwuchsarbeit bei der Feuerwehr im Südharz aufmerksam.

Der Wanderpokal für das stärkste Team ging diesmal zur Überraschung aller nicht zum dritten Mal an den LV Altstadt, sondern an die Caritas Interventionsstelle in Nordhausen. Im Rahmen der Kampagne "Frauen lauf[en] gegen Gewalt" mobilisierten sie ein Starterfeld mit sage und schreibe 46 Läuferinnen und Läufer. Den 10 Kilogramm schweren Pokal nahm das Team sehr gern in Empfang. Ob sie ihn im nächsten Jahr verteidigen werden, wird sich zum "5. Harztor-Lauf" im April 2018 zeigen.

Die Mitglieder des Vereins Harztor-Lauf e.V. stürzen sich in Kürze schon in die Vorbereitungen zu diesem kleinen Jubiläum. Der Termin wird in einigen Tagen feststehen und die Online-Anmeldung gestartet. Denn am Ende des diesjährigen Laufes waren sich alle sicher: der Harztor-Lauf gehört zu den schönsten und anspruchsvollsten Läufen nicht nur im Südharz, sondern weit darüber hinaus.

Alle Ergebnisse finden sich hier:
http://my5.raceresult.com/65044/results?lang=de
Auch die passenden Urkunden kann man sich hier ausdrucken.

Angefangen hat sie in jungen Jahren als Schwimmerin. 1985 war das und sie gerade einmal sieben Jahre alt. Heute - ein paar Jahre und unzählige Wettkämpfe später - ist sie die schnellste Frau Deutschlands: 2016 wurde sie beim "Ironman Frankfurt" sowohl Vize-Weltmeisterin als auch Deutsche Meisterin. Eine tolle Leistung.

Leider war es Katja Konschak vom SV Nordhausen 90 im letzten Jahr aufgrund einer Handverletzung - sie war beim Training gestürzt und zog sich eine schmerzhafte Fraktur des Handgelenkes zu - nicht möglich, gemeinsam mit ihrem Mann Ulrich beim 3. Harztor-Lauf zu starten. Das soll nun aber auf jeden Fall in diesem Jahr passieren!

Neben den eigenen sportlichen Aktivitäten kümmert sich die Apothekerin um ihre zwei Kinder, die ebenfalls schon vom Lauf-Virus infiziert wurden. Darüber hinaus trainiert sie gemeinsam mit ihrem Mann auch den Vorjahressieger beim "Halb-marathon der Thüringer Energie", Peter Seidel.

Wie wird Katja Konschak bei Ihrem Wiedereinstieg beim Harztor-Lauf in diesem Jahr abschneiden? Meldet Euch an und fordert sie heraus!

http://my3.raceresult.com/65044/

Foto: © Johann2193

Wenn sein Name im Zusammenhang mit dem Harztor-Lauf fällt, dann halten einige Läuferinnen und Läufer den Atem an. Wie kaum ein anderer Sportler bestimmte er die Platzierungen beim Halbmarathon in den letzten beiden Jahren. Und auch in diesem Jahr soll es wieder der obere Platz auf dem Treppchen werden. Doch wer ist dieser Ausnahmeathlet eigentlich?

Peter Seidel wurde im Sommer 1989 in der Kreisstadt Nordhausen geboren. Schon recht früh erkannten seine Sportlehrer sein läuferisches Talent. Seit nun mehr 21 Jahren ist Peter Mitglied im SV Nordhausen 90 - zuerst bei den Schwimmern, schließlich beim Triathlon. Dort verbessert er unter der Anleitung von Katja und Ulrich Konschak, beide selbst aktive Triathleten und Mitglieder im Verein Harztor-Lauf e.V., seine Leistungen im Laufen, aber auch Schwimmen und Radfahren stetig. So war er 2015 auch der Sieger des jährlichen ICAN Nordhausen.

Was wird beim 4. Harztor-Lauf am 23. April 2017 für ihn drin sein? Wird er wieder als Schnellster durch das Ziel laufen - oder trifft er in diesem Jahr auf seinen Meister oder seine Meisterin? Wenn Ihr den Vorjahressieger herausfordern wollt, dann meldet Euch jetzt an!

http://my3.raceresult.com/65044/

Foto: © Sven Tetzel, Nordhausen

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